Events 2026


Geordnete Übergabe an der Spitze der Leibnitzerfeld Wasserversorgung

Die Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH stellt frühzeitig die Weichen für die Zukunft: Geschäftsführer Dir. DI Franz Krainer, der die Geschicke des Unternehmens seit 2010 leitet, wird mit Ende des Jahres 2026 nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit in den Ruhestand treten.

Als sein Nachfolger wurde DI Martin Bauer, MBA zum designierten Geschäftsführer bestellt. Er wird seine Tätigkeit mit 1. Oktober 2026 aufnehmen und bis Jahresende gemeinsam mit Franz Krainer die Geschäftsführung ausüben. 


Weiterlesen

Diese Übergangsphase gewährleistet eine geordnete und nahtlose Übergabe der Unternehmensleitung.

„Mir war immer wichtig, die Wasserversorgung nachhaltig und sicher für die Region zu entwickeln. Es freut mich besonders, dass mit Martin Bauer ein ausgezeichneter Nachfolger gefunden wurde und wir ausreichend Zeit für eine geregelte Übergabe haben“, betont Franz Krainer. Dadurch können strategische Initiativen und nachhaltige Themen durch Erfahrungsaustausch fortgeführt und somit die Stabilität für Kunden, Partner und Mitarbeiter sichergestellt werden.

Martin Bauer sieht seiner neuen Aufgabe mit großer Motivation entgegen: „Die Trinkwasserversorgung ist eine der zentralen Infrastrukturen unserer Region. Ich freue mich sehr über das Vertrauen und darauf, gemeinsam mit dem Team die erfolgreiche Arbeit weiterzuführen und zukunftsfit auszubauen.“

Der Auswahlprozess wurde frühzeitig eingeleitet. Die Position wurde Ende November 2025 ausgeschrieben, über 80 Bewerbungen gingen ein, was das hohe Interesse und die Attraktivität des Unternehmens unterstreicht. Der gesamte Selektions- bzw. Nachfolgeprozess wurde von der Personalberatung Hill International begleitet.

Nach einer mehrstufigen Auswahl wurden fünf Kandidaten zu einem Hearing eingeladen. Im März 2026 fiel schließlich die Entscheidung zugunsten von Martin Bauer. Die Bestellung erfolgte einstimmig durch die drei Eigentümergemeinden Leibnitz, Gabersdorf und St. Georgen an der Stiefing in ihren jeweiligen Gemeinderatssitzungen.

„Uns war besonders wichtig, diese Schlüsselposition ausschließlich nach fachlicher Qualifikation und persönlicher Eignung zu besetzen. Die einstimmige Entscheidung unterstreicht die hohe Kompetenz von Herrn Martin Bauer“, heißt es seitens der Eigentümervertretung.

Martin Bauer stammt aus Gabersdorf, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er absolvierte sein Studium der Elektrotechnik-Wirtschaft an der TU Graz sowie ein Executive-MBA-Programm an der California Lutheran University. Beruflich verfügt er über umfassende Erfahrung im Bereich Energie bzw. kritischer Infrastruktur. Zuletzt war er unter anderem als Geschäftsführer der Murkraftwerk Graz Errichtungs- und Betriebs GmbH tätig. Zudem engagierte er sich im Bereich erneuerbarer Energien sowie als externer Lektor an der FH JOANNEUM.

Mit der frühzeitigen Nachfolgeregelung stellt die Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH die Kontinuität in der Unternehmensführung sicher und setzt auf eine nachhaltige Weiterentwicklung im Sinne der Trinkwasserversorgung in der Region.


Gute Wasserqualität braucht Weitblick

Der Weltwassertag, der seit 1993 jedes Jahr am 22. März von den Vereinten Nationen (UN-Wasser) organisiert wird, macht die Bedeutung unseres wichtigsten Lebensmittels deutlich. Zum Weltwassertag 2026 rückt die Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH (LFWV) den Schutz unseres Trinkwassers in den Mittelpunkt. Weltweit leben über 8 Milliarden Menschen, doch noch immer haben rund 2 Milliarden Menschen keinen unmittelbaren Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Was für viele selbstverständlich ist – ein Dreh am Wasserhahn und klares Trinkwasser fließt –, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Vorsorge, strenger Kontrollen und enger Zusammenarbeit unter anderem zwischen Wasserversorgung, Behörden und Landwirtschaft. Der Bodenaufbau spielt dabei eine zentrale Rolle für sauberes Grundwasser. Genau dort setzt das Grundwasserschutzprogramm Graz bis Bad Radkersburg an, das seit 2016 das rund 460 km² große Grundwassergebiet erstmals flächendeckend schützt. Ziel ist es, die Qualität der Grundwasserkörper dauerhaft zu sichern und die öffentliche wie private Trinkwassernutzung langfristig zu gewährleisten.
Weiterlesen
Gezielte Maßnahmen bei lokalen Belastungsschwerpunkten
Bereits in den 1990er-Jahren wurden aufgrund erhöhter Nitratwerte zahlreiche Schongebietsverordnungen erlassen. Diese Maßnahmen zeigten Wirkung, dennoch reagiert das Grundwasser in intensiv landwirtschaftlich genutzten Regionen sensibel. In den 2000er-Jahren wurden regional erneut steigende Nitratkonzentrationen festgestellt. Das Schutzprogramm reagiert darauf mit begleitender Beratung und gezielten Maßnahmen. In einzelnen, lokal begrenzten Bereichen mit erhöhten Nitratwerten werden die Kontrollen verstärkt, die fachliche Betreuung intensiviert und jährliche Bodenuntersuchungen durchgeführt, um die Stickstoffdüngung noch präziser an die tatsächlichen Bodenverhältnisse anzupassen. Die Evaluierung 2025 bestätigt die grundsätzliche Wirksamkeit der gesetzten Maßnahmen. In einzelnen Bereichen sind jedoch zusätzliche gezielte Schritte erforderlich, um die Qualität des Grundwassers dauerhaft sicherzustellen.
Michael Ferstl, Referatsleiter in der Abteilung 14 des Landes Steiermark, betont: „Die kontinuierliche Kontrolle und Weiterentwicklung des Grundwasserschutzprogramms zeigt, dass Prävention wirkt. Gerade in intensiv landwirtschaftlich genutzten Regionen wird es erforderlich sein, mit gezielten Maßnahmen einzugreifen, um die Trinkwasserversorgung und den Schutz der natürlichen Ressource langfristig sicherzustellen.“
Moderne Technik als Frühwarnsystem
Die LFWV betreibt zwölf Brunnenanlagen in vier Brunnenfeldern. Die Trinkwasserqualität wird laufend von externen, behördlich autorisierten Untersuchungsanstalten im Rahmen der Trinkwasserverordnung überprüft. Bereits 2014 wurden zusätzlich sieben Messstellen im Einzugsgebiet aller Brunnen errichtet. Sie liefern kontinuierlich Daten zur Grundwasserqualität. Bestimmte Parameter wie z.B. Leitfähigkeit und Sauerstoff werden täglich durch das Brunnenvorfeld-Monitoring online überwacht und ergänzen die regelmäßigen Laboranalysen. Veränderungen können so frühzeitig erkannt werden – lange bevor sie kritisch werden. Trinkwasser zählt damit zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln in Österreich. 
Leibnitzerfeld-Geschäftsführer Franz Krainer erklärt: „Die LFWV überwacht das gewonnene Trinkwasser bis zum Kunden. Wer heute in Kontrolle investiert, verhindert morgen Probleme. Moderne Messtechnik und konsequente Vorsorge geben der Bevölkerung Sicherheit – Tag für Tag.“
Zusammenarbeit statt Gegeneinander
Das Grundwasser im Leibnitzerfeld liegt zum Teil unter intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen. Viele Betriebe sind von der Landwirtschaft abhängig. Umso wichtiger ist ein fairer, sachlicher Dialog zwischen Wasserversorgung und Landwirtschaft. Die LFWV setzt bewusst auf persönliche Gespräche, Präsenz vor Ort und partnerschaftliche Lösungen. Ein fachlich qualifiziertes Gewässeraufsichtsorgan überprüft regelmäßig die Brunneneinzugsgebiete und steht im Austausch mit den Bewirtschaftern und den Umweltberatern. Ziel ist es, ein Bewusstsein für einen nachhaltigen, flächendeckenden Grundwasserschutz aufzubauen.
Markus Grabler, Gewässeraufsichtsorgan der Firma moving water, macht deutlich: „Mir ist wichtig, Zusammenhänge nachvollziehbar darzustellen und praktikable Lösungen anzubieten. Transparenz und ein Miteinander auf Augenhöhe ermöglichen es, den Schutz des Grundwassers und eine ordnungsgemäße Landbewirtschaftung nachhaltig in Einklang zu bringen.“ 
Bürgermeister der Stadtgemeinde Leibnitz und Mehrheitseigentümer der LFWV Daniel Kos unterstreicht: „Sauberes Trinkwasser ist keine Option, sondern unsere Verpflichtung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. Der Schutz unseres Grundwassers hat höchste Priorität. Gleichzeitig setzen wir auf Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft – nachhaltiger Erfolg entsteht durch gemeinsame Verantwortung. Zusätzlich investieren wir in eine Eigenkontrolle – das heißt in eigene, über die behördlichen Kontrollen hinausgehende Prüfungen – und sichern so die Qualität unseres Trinkwassers kontinuierlich.“
Verantwortung mit Weitblick
„Trinkwasserschutz bedeutet, rechtzeitig zu handeln – nicht erst, wenn Probleme sichtbar werden. Klare gesetzliche Vorgaben, moderne Überwachungstechnik und eine enge Kooperation mit den Bewirtschaftern bilden die Grundlage. Nachhaltiger Grundwasserschutz gelingt nur mit Verantwortung, Konsequenz und langfristigem Denken. Die LFWV wird auch künftig alles daransetzen, die Qualität unseres Trinkwassers zu sichern – für die Menschen in der Region und für kommende Generationen“, verdeutlicht Franz Krainer, Geschäftsführer der LFWV

Wir leben für Wasser